Far away on the other side

 
08April
2013

Superb

 

 

 

Hallo Deutschland!

Nach langer Zeit wieder ein Update - wenn auch aus Zeitgründen ein sehr Kurzes.

Es ist viel passiert daher nur die Highlights:

 

Eine dreitägige Radtour entlang der Ostküste von Hualien nach Taidong. Wunderschöne Landschaft, links der Pazifik mit Sandstränden und schwarzen Vulkangesteinsklippen im Wechsel und auf der rechten Straßenseite entweder steile Berge oder sattgrüne Reisfelder und Palmen. 200 km mit zwei Stopps in kleinen (Studentenbudget) Unterkünften. Die Einheimischen dort sind fast ausnahmslos Ureinwohner (also mit den australischen Aboriginis verwandt) - leider das gleiche Bild wie überall auf der Welt. Durch staatliche Stütze sind fast alle Erwachsenen entweder am Betelnuss kauen oder betrunken oder beides zugleich. Nichtsdestotrotz alle extrem hilfsbereit und freundlich! Die Natur ist überragend - von handgroßen Spinnen zwischen Bäumen, über Makaken die über die Straße turnen - alles vorhanden!

Die letzten zwei Wochen waren meine Eltern zu Besuch und haben mir einen originalen BaurChocolat Osterhasen mitgebracht! Ca eine Stunde vor der Ankunft war hier ein relativ starkes Erdbeben (und mein erstes, so deutlich spürbares) mit 6,1 auf der Richterskala. Da ich mitten in einem Test in der Vorlesung war, war es schon ein beängstigendes Gefühl da alles anfing hin und her zu wandern und man spürte wie hilflos man diesen Kräften ausgeliefert ist. Am zweiten Tag waren wir in einem Nationalpark bei Taipeh - eine extrem schweisstreibende Tour bei 99% Luftfeuchtigkeit lt Anzeige! Aber mit phasenweise grandiosem Ausblick. Danach ging es an die Nordküste in ein kleines Dorf. Auch die Teeberge rund um Taipeh haben wir via Seilbahn erkundet und leckere Waffeln mit Jasmintee genossen. Anschliessend war der Taipei101 an der Reihe - sehr beeindruckend! Unglaubliche Technik! Der Aufzug schafft die 91 Stockwerke (dort ist die Aussichtsplattform) in 37 Sekunden. Auch gibt es ein riesiges Pendel im 88 Stockwerk welches als einziges der Welt zugänglich ist und im Falle eines Erdbeebens oder Taifun (beides hier häufig und regelmäßig) das Gebäude stabilisieren soll. Danach war deren Rundreise einmal quer durch Taiwan währrend ich an der Ostküste bei Regen aber grandiosen Wellen surfen war.

Letztes Wochenende war dann Kenting (der südlichste Zipfel von Taiwan) an der Reihe. Dort war ein großes Festival und dazu gab es Strände und Palmen wie aus dem Reisekatalog - einfach perfekt dort!

26Februar
2013

I love it!

 

Hallo an alle!

Hier hat sich wieder einiges getan - so viel dass ich leider fast gar nicht dazu kommen den Blog zu pflegen...

Mitte der Woche ist Vorlesungszeit - daher ganz normaler Studentenalltag. Mandarin ist eine unheimlich komplexe Sprache. Hatte dies um ehrlich zu sein massiv unterschätzt! Die Schwierigkeit besteht darin, dass es keine Zeitformen gibt, sondern spezielle Wörter für bestimmte zeitliche Horizonte. Auch dass man es durch die Schrift nicht einfach so im Alltag aufschnappen kann macht es schwierig. Es gibt eine Schriftform für unser Alphabet das sog. Pinyin, allerdings ist die Aussprache auch da sehr schwierig, da diese Schrift die feinen Abstufungen in der Betonung und Stimmlage kaum darstellen kann. Bin daher jetzt dazu übergegangen es von Taiwanesen auf Nachfrage zu lernen. Einzelne Schriftzeichen sind auch schon lesbar - so zBsp: Rind, Hühnchen, Bus, Zug, Universität, rechts und links

Die Haupttage zum ausgehen sind hier Sonntag und Mittwoch - weshalb der Donnerstag hier immer recht träge und spät anläuft - aber dafür gibts auch Vorlesung bis 22.00 Uhr!

Generell habe ich momentan viel Kontakt zu zwei halb Taiwanesen, die hier die Schrift lernen. Diese haben mich auch in die Do's and Dont's eingeführt- so ist zBsp folgendes verpönt: Nase putzen in der Öffentlichkeit, lautes bzw extrovertiertes Verhalten - was sehr wichtig ist sind die älteren Leute. In jeder Situation (auch bei noch so vollen Zügen oder Bahnstationen) wird diesen Platz gemacht und geholfen! Auch sind die Mönche in fast allem priveligiert.

Die Schulcafeteria bietet wirklich alles! Von Koreanisch, über Kantonesisch, Taiwanesisch, Japanisch, Italienisch oder Hotdogs etc gibts alles. Sämtliche Gerichte werden aus frischen Zutaten einzeln nach Bestellung zubereitet.

Am Samstag gab es einen Ausflug nach Jouifen im Norden von Taiwan an der Küste gelegen. Dies ist eine sehr alte, aber auch sehr touristische Stadt. Sie ist an einem steilen Hang gelegen (da ganz Taiwan aus Bergen besteht keine Besonderheit ;) ) und bietet einen grandiosen Blick auf den Pazifik! Leider war das Wetter extrem bescheiden so dass wir beschlossen eine klassische Teezeremonie zu versuchen. Dabei gibt es einmal die Japanische (in Taiwan sehr weit verbreitet, auch durch die Vielzahl der japanischen Touristen und durch die Japanische Hoheit in der Vergangenheit), die Koreanische und die Taiwanesische. Die Zeremonieen unterscheiden sich aber nur in Kleinigkeiten, welche den eingefleischten Teetrinken aber wohl sehr wichtig sind! Wir als Laien haben Hilfe, Lächeln und Spott erlebt ;)

Danach ging es weiter in einen Fürstlichen Garten namens "Lin Family Mansion Garden". Davon gab es in der Vergangenheit einige in Taipeh, sind aufgrund des Platzmangels aber alle bis auf diesen bebaut worden. Der Garten selbst ist wie aus dem Bilderbuch - das China das man sich vor 100 Jahren vorstellt. Darin gibt es eine große Bibliothek, einen Lehrstuhl, eine Art Bastelwerkstatt für die Chinesischen Lampions und sonstige Papierarbeiten. Anschließend gabs wieder ein großes gemeinsames Essen in einem der gefühlt Millionen kleinen Straßenrestaurants.

Da hier quasi einmal die Woche ein religiöser Feiertag ist, nimmt auch Kind und Kegel daran teil - wir selbstverständlich auch! Am Sonntag war der Beginn des Lantern Festivals. Die berühmten Chinesischen Himmelslaternen (wesentlich größer als man sich diese vorstellt und in D leider weitestgehend verboten) werden dabei je nach Farbe gekauft. Rot steht dabei für Liebe, Weiss für Glück usw. Anschließend werden diese beschriftet mit Wünschen die man hat oder auch Danksagungen für Ereignisse. Je nachdem wie die Laterne startet (Heissluftballonprinzip) hat es auch eine Bedeutung - am besten ist dabei ein Flug gerade nach oben (meine ist fast am Hausdach hängen geblieben ;) ) Dazu sind wir fast 2 h nach Pingxi in die Berge gefahren. Extrem gut organisiert wie alles hier! Unmengen von Menschen haben sich dort in einem kleinen Ort zusammengedrängt, durch den auch noch ein Zug gefahren ist (siehe Bilder) Die Rückfahrt war aufgrund der Menschenmassen extrem anstrengend .- ca 4 h gekrümmtes stehen im Zug... Wert war es das trotzdem!

Am Montag Mittag hatte es hier ca 28 Grad - Warm genug für den Strand (unserer Meinung nach) Hier die Musik dazu: http://www.youtube.com/watch?v=Du1NODlCF8o Auf eigene Faust - und auch ein wenig Blauäugig sind wir also mit Flipflops, Badeshorts, Tshirt und Handtuch aufgebrochen - erst mit der Metro, dann mit einem Bus. Sobald man allerdings aus dem Zentrum Taipehs rauskommt wird es schon ganz ganz mau mit Englischen Namen und Bezeichnungen. Aber auch hier wieder ausnahmslos extrem freundliche Leute die uns teilweise zu fünft gleichzeitig weitergeholfen haben! Allerdings sind die meissten Einheimischen noch mit langer Hose und Jacke unterwegs gewesen, weshalb auch jeder wusste dass wir verrückte Europäer auf der Suche nach einem Strand sind ;) Dort angekommen war allerdings Badeverbot wegen der Wellen etc... Aber Fotos gibts natürlich trotzdem!

Heute (Dienstag) ist wieder Uni angesagt.

Ein weiteres Highlight hier in Taiwan ist die Sicherheit. Nicht nur die fühlbare... es wird wirklich alles kontrolliert, reguliert und protokolliert - aber wirklihc alles! Sogar im Bus gibt es einen Extra Notausgang auf der anderen Seite und eine Sicherheitseinweisung wie im Flugzeug! Die dauert ca 5 Minuten und wird rigoros durchgezogen! Inklusive beeidruckendem Video etc...

 

 

 

20Februar
2013

27 ist nicht gleich 27

Temple

Hallo!

Die ersten Tage waren extrem in allen Variationen und möglichen Arten. Eine tolle Stadttour mit unseren Taiwanesischen Buddys war am Montag auch dabei -  wichtigste Stationen dabei waren der Shandao Temple und die Chan Kai Shek Memorial Hall.

Der Besuch im Tempel war einmalig - dadurch dass alle taiwanesischen Studenten Buddhisten sind konnten wir wirklich alle Zeremonien nachverfolgen und deren Bedeutung erfahren.

Die Chan Kai Shek MH ist ein gigantisch großes Areal auf dem 4 große Gebäude und eine Art Triumphbogen Sternförmig angeordnet sind. Für alle Taiwaner das absolute Heiligtum und eine Art Nationale Gedenkstätte die auch eine identitätsstiftende Wirkung hat. Dank Insiderwissens kamen wir in den Genuss einer "Wachablösung" der Soldaten im Thronsaal beizuwohnen (Vgleichbar mit Buckingham Palace).

Am Dienstag gabs dann eine CampusTour - also das einmaleins im zurechtfinden. Der Campus selbst ist schwer zu beschreiben, angelegt an einem steilen Hang befindet sich ganz oben das Wohnheim darunter dann die Gebäude der einzelnen Fachbereiche. Wie eine Flussinsel befindet sich in der Mitte davon auf ca 7 Stockwerken verteilt am Hang entlang die Bibliothek und die Mensa mit gefühlten 100 Zugängen über irgendwelche sich verbindende Treppen und Hochgänge. Übrigens sind es tatsächlich nicht 11 Stockwerke von der Hauptstrasse unten bis zum Wohnheim sondern 19!

Heute war der erste Tag mit Vorlesungen - ich habe mir bisher zwei Kurse angehört. Ein super moderner Vorlesungssaal mit Vollausstattung - von vergleichbarem träumen in D die Studenten leider nur! Ein weiteres interessantes Detail ist, dass die Studenten zwischen sämtlichen Kursen wählen können und zu Beginn zwei Wochen Zeit haben einen Kurs zu wählen - somit sind die Professoren sehr gefordert ihren Unterricht interessant zu gestalten um ihre Zuhörerzahl hoch zu halten - was hier zu extrem gut gestalteten Vorlesungen führt.

Jetzt zu der Überschrift:

Abgesehen davon dass in Taiwan gerade der 20.02.102 ist (http://en.wikipedia.org/wiki/Minguo_calendar) hat Korea eine noch interessantere Besonderheit zu bieten:

Bei einem Gespräch mit einem Koreaner antwortete dieser mir auf die Frage nach seinem Alter mit: "international ? - 27" - nach Koreanischer Zählung aber 29.

Das kommt daher dass dort ein Kind mit 1 Jahr auf die Welt kommt und durch Verschiebungen im Kalender und Neujahrrechnung.

Bis demnächst!

16Februar
2013

Ich glaube mein Bus fährt hier...

So die Hinreise hat so ziemlich alles geboten was den Puls höher treibt. Ein besonderes Highlight war der Flughafentransfer mit Gepäck auf eigene Faust innerhalb von Shanghai ;)

Kurz dazu: Die Stadt habe ich leider fast nur aus dem Flugzeug, der Bahn oder dem Bus und Taxi gesehen, aber es ist extrem beeindruckend! Die Größe, die perfekte Organisation auch im kleinsten Detail usw... Mir sind ausschließlich sehr hilfsbereite Leute begegnet so dass alleine das schon ein Erlebnis war.

Angekommen in Taipeh (ca 19 Uhr Ortszeit) kam mir erstmal ein lauer Wind entgegen - ca 25 C - Also Tshirt und kurze Hose auch jetzt noch (23 Uhr).

Die Stadt ist, in fast schon Dschungelartig bewachsene Berghänge reingezwängt - also riesengroß aber jeder Quadratcm wird genutzt. Der Empfang hier war super - Mega Leute aus der ganzen Welt, eine Wahnsinns Aussicht aus dem Zimmer, die man sich nach ca 11 Stockwerken Treppenstufen aber auch verdient hat ;)

Ein überragendes Abendessen - irgendwas mit gebratenem und super gewürztem Reis gabs dann auf dem Nachtmarkt (Synonym für laut, schnell, voll, alles da was tragbar ist, Party, Showraum usw) - Las Vegas wäre neidisch! ;)

Danach dann das wohlverdiente Feierabendbier mit den Kollegen hier und jetzt nach einer Dusche ab ins Bett!

13Februar
2013

Auf zu neuen Ufern

Die Tasche ist gepackt und ich sitze somit auf heissen Kohlen. Eine Mischung aus Vorfreude und unglaublicher Anspannung beschreibt das aktuelle Gefühl am besten!

Hier gibts für alle Interessierte einen Einblick in mein Leben innerhalb der nächsten Monate in 台湾 (Taiwan)